Du verkaufst mode? Lass dich inspirieren vom Goldmantel Fashionreport (stand Dezember 2019)

Der gefühlte Trend in westeuropäischen Ländern hinsichtlich Kaufentscheidungen im Bekleidungssektor geht definitiv in Richtung umweltfreundlicher Kleidung - wenn möglich auch sozial hergestellt. Diese Kleidung gilt in den Köpfen der Konsumenten zunehmend auch als Prestigeobjekt, da diese oft teurer als ist als Kleidung aus billiger Produktion. Allerdings gibt es nicht wenige, die trotzdem oft Läden mit billiger Kleidung aus Massenproduktion aufsuchen und mit vollen Tüten wieder verlassen. Gerade in Zeiten großer Rabattaktionen wird auf den ersten Blick oft viel gekauft, ohne besonders wählerisch zu sein. Es lohnt sich für angehende oder bereits bestehende Bekleidungsverkäufer aber wohl trotzdem, zunehmend auf moderne Mode – d.h. umweltfreundlich und sozial fair hergestellte Mode zu setzen, auch wenn man das Risiko eingeht, zunächst/ in der Anfangszeit kaum bis wenig zu verkaufen.

 

Auch Secondhandläden mit besonderem, einladendem Flair, viel Wohlfühlambiente und vielleicht als zusätzliche Abgrenzung zu bisherigen Secondhandläden: nur eine bestimmte Zielgruppe ansprechend (z.B. Secondhandshop ausschließlich für Sportmode, Schwangermode oder nur Businessmode,…) wird es langfristig wohl besser gehen als konventionelle Läden/ Boutiquen ohne eine besonders herausragende Message. Bei diesen Secondhandläden lohnt sich neben dem reell betretbaren Laden auch ein schöner, mit viel Einfühlvermögen geführter Online-Shop. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Strassen in autofreie Zonen umgewandelt werden lohnt es sich also, hier einen Fuß in die Tür zu setzen und einen Laden zu ergattern.

 

Denn langfristig gesehen, wird das Verkaufen konventioneller Mode immer teurer und riskanter. Es ist nämlich nicht unwahrscheinlich, dass aufgrund der mit der Umweltverschmutzung verbundenen Zerstörung der Flora und Fauna auf der Erde in naher Zukunft politische Entscheidungen getroffen werden, die rücksichtlosen Verkäufern das Leben schwer machen werden.

 

Kunden informieren – von Anfang an!

 

Konsumenten müssen auch unbedingt davon überzeugt sein, dass sie sich beim modernen Kleiderkauf endgültig von der alten, d.h. weder umweltfreundlich noch sozial fairen Konsumwelt verabschieden und sich mit ihrem Einkaufsverhalten in der Gesellschaft neu/ richtig positionieren. Beim Betreten in den Laden, muss sofort klar werden, dass die Umwelt und der Mensch eine wichtige Rolle spielen. Der Konsument muß augenblicklich die Möglichkeit haben, sich ein genaues Bild vom Produkt verschaffen zu können. Positive Informationen über die Herstellung, das Herstellungsland und/ oder das herstellende Unternehmen, Transportbedingungen und auch die Art der Shopbetreibung vor Ort sind wichtige Anhaltspunkte bei der Kaufentscheidung.

 

Konsum adé ?

 

Auch der Begriff des Konsums mag vielleicht zunehmend in Verruf verraten. Er weckt eher Assoziationen des unnötigen Verwendens kostbarer Ressourcen und rücksichtslosem Verhalten. Steht jedoch der Kauf eines Kleidungsstücks in Zukunft eher im Lichte einer langfristigen, für die Umwelt und den Menschen sinnvollen Investition, als ein verfliegender Konsummoment für das Befriedigen kurzfristiger Glücksgefühle, so stellen sich beim Kauf und auch später beim Tragen der Kleidung weniger Gewissensbisse ein und erscheint der relativ hohe Preis auch weniger schmerzhaft. Man hat als Kunde eher das Gefühl, dass das gekaufte Kleidungsstück nach dem Kauf sogar an Wert gewinnt und macht sich weniger Gedanken darüber, ob man richtig oder falsch gehandelt hat. Es ist also sehr wichtig, die obigen genannten Basisinformationen zur Verfügung zu stellen. Dafür könnte man auch einen privaten Raum neben den normalen Verkaufsräumen zum Begehen zur Verfügung stellen und aus dem Shoppingevent ein richtiges, schönes Erlebnis gestalten.